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Gospelnacht

Neid als großes Thema

Von Nadine Hantke, 31.03.11, 14:01h

Die 25. Zündorfer Gospelnacht des Chores „Spirit of Change“ stand ganz unter dem Thema Neid. Die Sitzbänke in der Kirche St. Mariae Geburt waren voll. Für viele ist die Gospelnacht, die eigentlich ein ungewöhnlicher ökumenischer Gottesdienst ist, inzwischen geliebte Tradition.

Gospelnacht Zündorf
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Der Chor „Spirit of Change“ veranstaltete zum 25. Mal die Zündorfer Gospelnacht. (Bild: Hantke)
Gospelnacht Zündorf
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Der Chor „Spirit of Change“ veranstaltete zum 25. Mal die Zündorfer Gospelnacht. (Bild: Hantke)
Zündorf - 20 Mal kommt das Wort „Neid“ in der Bibel vor, zumindest in der Übersetzung von Martin Luther. Pfarrer Rolf Theobold hat nachgezählt. Das Thema „Neid“ werde jedoch weitaus häufiger angeschnitten: „Schon Eva packte der Neid auf die Klugheit Gottes.“ Weil Missgunst ein so präsentes Motiv ist, das jedoch nur selten angesprochen wird, stand die 25. Zündorfer Gospelnacht des Chores „Spirit of Change“ ganz unter diesem Thema.

Die Sitzbänke in der Kirche St. Mariae Geburt waren voll. Für viele ist die Gospelnacht, die zweimal im Jahr stattfindet und eigentlich ein ungewöhnlicher ökumenischer Gottesdienst ist, inzwischen geliebte Tradition. Die Gospelsongs, die der Chor vortrug, hatten weniger mit dem abendumspannenden Thema zu tun, dafür widmeten sich ihm der evangelische Pfarrer Rolf Theobold und der katholische Pfarrer Thomas Rhein umso mehr.

„Die eher lockere Atmosphäre der Gospelnacht gibt auch uns die Möglichkeit, eine etwas andere Form des Gottesdienstes zu präsentieren. Damit können wir Leute erreichen, die die klassischen Gottesdienste nicht besuchen“, sagte Theobold. Witze, Zitate aus dem Internet und aus dem Lebenshilfe-ABC – liturgisch waren die Geistlichen ein wenig experimentierfreudiger als am Sonntagvormittag. Theobold bezeichnete die Gospelnacht, die es seit 1998 in Zündorf gibt, als Erfolgsmodell: „Wir standen noch nie vor einer leeren Kirche.“

Es ist jedoch nicht nur die Liturgie, die die Menschen zur Gospelnacht in die Kirche lockt, es ist natürlich auch der Chor. Und dem macht seine Sache sichtlich Spaß. Kaum gibt die Band den Takt an, kaum erklingen die ersten Töne, strahlen die Gesichter der rund 50 Sängerinnen und Sänger. Man sieht und hört die Leidenschaft, mit der sie ihr Hobby betreiben.

Chorleiter Michael Hesseler hatte neben vielen bekannten einige neue Stücke ins Programm aufgenommen. So präsentierte der Chor Bewährtes, wie „No God is as Great as You“ und „Oh Happy Day“ als auch Neues wie „Gospel Magnificat“ und „Lean on me“ in einer Neuvertonung von Kirk Franklin. Mitreißender Rhythmus Gänsehaut-Faktor hatten besonders die Songs, die der Chor gekonnt mehrstimmig vortrug.

Das Publikum in der kühlen Kirche brauchte ein wenig Zeit zum Auftauen, spätestens jedoch beim „Gospelpaket“, dem Teil des Abends an dem gleich mehrere Songs aufeinander folgten, hielt es niemanden mehr auf der Kirchenbank – und als man dann wieder saß, konnte es der eine oder andere einfach nicht lassen, rhythmisch mit dem Kopf zu nicken.

Die nächste Zündorfer Gospelnacht findet im September statt. Dann allerdings in der Zündorfer Pauluskirche. Doch auch schon vorher gibt es Möglichkeiten, „Spirit of Change“ live zu hören. Am 15. April um 20 Uhr nimmt der Chor an einem Benefizkonzert für traumatisierte Kinder aus Japan in der Aula der Universität Köln teil, und am 18. Juni findet ein Open Air-Konzert vor dem Porzer Rathaus statt. Mit dabei sind Kathy Kelly und Tommy Engel.



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